

Seit meiner Kindheit sagen die Menschen, ich sei immer glücklich gewesen – unbeschwert, durchs Leben schwebend, getragen von durchweg positiven Erwartungen. Das Erwachsenwerden hat daran nichts geändert, sondern dieses Gefühl in mir nur noch vertieft. Ich glaube, genau diese Freude ist der Grund, warum ich heute von meiner größten Leidenschaft leben darf: der Malerei.
Denn bereits als Kind verliebte ich mich in die Lichtkunst.
1987 geboren und aufgewachsen in und um Graz, verbrachte ich die meiste Zeit in der Natur. Dennoch war es ein Film, der mir die Zukunft weisen sollte. Es waren Bilder zu sehen, die im Schwarzlicht eine ganz neue Realität zeigten. Ich war umgehauen, habe dieses Gefühl gehalten und diese Faszination zu meinem Beruf gemacht.
Im Zentrum meiner Arbeit steht seit dem Jahr 2016 das Thema Licht – sowohl als visuelles Element als auch als inhaltliche Ebene. Als Künstlerin im Bereich zeitgenössische Lichtkunst im Spannungsfeld von Neo-Expressionismus und figurativer Symbolik, arbeite ich vorwiegend mit Acryl und integriere gezielt lichtaktive Materialien und Effekte in verschiedenen Phasen des Entstehungsprozesses. Meine Werke entfalten unter unterschiedlichen Lichtbedingungen neue Ebenen und verborgene Botschaften. Diese subtilen, oft erst im Dunkeln sichtbaren Details eröffnen einen zweiten Blick – manchmal poetisch, manchmal ironisch oder gesellschaftlich reflektierend.
Ein wesentlicher Bestandteil meiner künstlerischen Haltung ist der respektvolle Umgang mit bestehenden Materialien. Die Restaurierung und bewusste Weiterverwendung antiker Bilderrahmen ist integraler Teil meiner Arbeit. Sie versteht sich nicht als rein handwerklicher Prozess, sondern als inhaltliche Erweiterung der Malerei und als Auseinandersetzung mit Zeit, Nachhaltigkeit und Wertigkeit.
Mein Leben war nie farbenfroher oder erfüllter als heute, und genau dieser Geist spiegelt sich in meinen Werken wider: Farben, Freude – und ein Hauch von gesellschaftlicher Reflexion … denn die Ironie wohnt defintiv auch in mir.